Mamma mia – Muttertag!

Markus hatte von Maria erzählt, dass sie draußen vor der Tür stehen bleibt, weil sie ihren Sohn Jesus nicht loslassen will. Johannes zeichnet das Bild einer Mutter, die ihren Sohn seinen eigenen Weg gehen lässt, mit mütterlichem Stolz und mütterlicher Wehmut. Viel lieber würde sie den Sohn vor allen Gefahren bewahren, aber dazu hat sie kein Recht und keine Macht.

…

Christsein – eine leichte Last

Jesus sagt: Versucht es mit meinem Joch. Lernt von meiner Art, Lasten zu tragen. Ich bin sanftmütig. Wer sanft mit sich selbst umgeht, nimmt sich an und bittet notfalls um Hilfe. Sanft miteinander umgehen heißt: auf Gewalt verzichten, behutsam sein und aufmerksam darauf, dass die anderen ebenso verletzbar sind wie wir selbst. Vielleicht haben gerade die Frechsten die größten Probleme.

…

Der König am Kreuz

Engstirnige Religionsvertreter, deren Herzen immun gegen Vernunfterwägungen und Mitleidsregungen sind, erfüllen selbst den abgebrühten Machtpolitiker Pontius Pilatus mit Furcht. Der Pilatus des Johannesevangeliums steht zwischen zwei Ängsten – dem unheimlichen Grauen vor dem Fanatismus der gewaltbereiten Religion – und der beunruhigenden Infragestellung seiner weltlichen Macht durch die Vollmacht, die Jesus ausstrahlt.

…
Gestaltung der ART-Bank: Ingrid Walpert

Wer herrschen will, soll dienen

Vordrängeln gilt bei Jesus nicht. Keiner soll sich über den andern stellen. Kein Jünger soll herrschen wollen. Wenn es überhaupt so etwas wie christliche Politik gibt, dann besteht sie darin, der Gerechtigkeit den Weg zu ebnen, dann dürfen nicht eigensüchtige Interessen verfolgt werden, dann darf sich eine Weltmacht, die sich christlich nennt, nicht als Oberherrscher über die ganze Welt aufspielen.

…