


Leben auf Bewährung
…Wer auf Bewährung frei kommt, muss Bewährungsauflagen erfüllen. Bewährungsauflagen für uns Christen stehen in den Zehn Geboten. „Stehlt nicht“, sonst kann niemand ohne Sorge leben. „Tötet nicht“, sonst ist auch das eigene Leben nicht sicher. „Brecht keine Ehe“, denn ohne Treue gibt es nur enttäuschte Sehnsucht nach Liebe und Kinder, die auf der Strecke bleiben.

Gott des Friedens und Jesus, der große Hirte
…Wenn wir von Menschen des Friedens reden, dann denken wir meist an Menschen wie Mahatma Gandhi oder Martin Luther King. Aber jeder von uns kann ein Mensch des Friedens werden, den Gott dazu tüchtig macht. Jeder von uns kennt Menschen, die ihm heute Vorbild auf diesem Weg sein können. Ich möchte heute an ein solches Vorbild aus unserer Paulusgemeinde erinnern.

Osterpredigt des Petrus
…Die Apostel bezeugen Jesus als den Richter. Die Propheten sind Zeugen für die Vergebung durch Jesus – im Namen des heiligen und gerechten und barmherzigen Gottes Israels. Für Petrus ist wichtig: Wo Jesus als Richter richtet, da richtet er auf. Er hebt Gewaltopfer aus dem Dreck der Demütigung auf. Er gibt ihnen ihre Würde zurück.

„Halt im Gedächtnis Jesus Christ!“
…Denjenigen, die anderen Menschen furchtbarste Qualen und Traumata zufügen, tritt Jesus entgegen; mit der Macht seiner Erlösung reißt er ihnen die Maske des Rechts von ihrem Gesicht. Die Macht seiner Vergebung verharmlost nicht, was sie ihm und seinen geringsten Geschwistern antun, sondern zeigt den einzigen Ausweg aus Sünde und Hölle: Einsicht, Reue, Umkehr, Neuanfang im Vertrauen auf Gottes allmächtige Liebe.

Der leidende Gottesknecht
…Wir müssen nicht Unerklärliches erklären, müssen nicht Schuld suchen, wo keine ist. Es genügt, für die eigene tatsächliche Verantwortung geradezustehen. Und es ist ein Trost zu wissen, wo Gott ist, wenn sinnloses Leid geschieht: Er ist mitten drin in dem Leid. Er ist nicht auf der Seite der Täter.

Mahl – Zeit
…Was wir heute im Gottesdienst tun, ist ein Angebot, um zur Ruhe zu kommen oder sich heilsam beunruhigen zu lassen. Man kann hier Gemeinschaft erleben oder auch im Rahmen der schützenden Gemeinschaft als Einzelner vor Gott stehen. Gott zwingt uns nicht: er lädt uns ein. Er nimmt sich für uns Zeit, Zeit für ein Mahl mit uns, für eine Mahl-Zeit.

Wer ist schon gerne draußen?
…Als Jesus stirbt, ist der heilige Gott nicht im Tempel anzutreffen, sondern draußen vor dem Tor, auf dem Hügel Golgatha. Das Heiligtum ist wieder draußen vor dem Lager, wie zur Zeit Moses. Sind wir mit Jesus draußen – mit den Verlierern des Lebens, die gehänselt und ausgelacht werden? Oder sind wir drin – und zum Beispiel die Juden draußen?

Mitentscheiden, ob die Bibel wahr ist…
… überraschen mich unsere Konfis mit erstaunlichen Fragen und Einsichten. Manche scheinen oft „null Bock“ auf Unterricht und Gottesdienst zu haben, aber zuweilen gelingen ernsthafte Gespräche, in denen mir klar wird: sie machen sich durchaus ihre Gedanken über Gott.
Wir sprachen über das Beten, und es war erstaunlich, wie viele Arten der Kontaktaufnahme mit Gott sie …

Predigt in der Räuberhöhle
…Ob Jeremia zu hart mit den Menschen damals umgeht? Er nennt sie Diebe, Mörder, Ehebrecher, Meineidige und Götzendiener. Mindestens die Hälfte aller Gebote übertreten sie. Jeremia klingt sehr modern. Denn heute hält sich doch kaum noch jemand an die Zehn Gebote. Der Ehrliche gilt als der Dumme, der Seitensprung als fast normal, und mit Steuerhinterziehung kommt manch einer durch.