…Zwischen Zufriedenheit und Erschöpfung im Alltag und in der Gemeindearbeit stoße ich auf das eigentümliche Wort „ausgetan“ in einem Gesangbuchlied – und auf Möglichkeiten, gut mit den Grenzen der eigenen Kräfte umzugehen.

Texte und Themen rund um das meist gelesene Buch der Welt
Texte und Themen rund um das meist gelesene Buch der Welt

…Zwischen Zufriedenheit und Erschöpfung im Alltag und in der Gemeindearbeit stoße ich auf das eigentümliche Wort „ausgetan“ in einem Gesangbuchlied – und auf Möglichkeiten, gut mit den Grenzen der eigenen Kräfte umzugehen.

…Beim Betriebsausflug im Kletterwald kann ich Höhenangst überwinden, indem ich mich sicher und getragen fühle. Ich mache die Erfahrung, dass Schweben und anstrengende Arm- und Beinarbeit – und das Angewiesensein auf klare Regeln – keine Gegensätze sind.

…Die beiden Stammbäume des Todes und des Lebens in Genesis 4 und 5 stellen uns vor eine Wahl: Sehen wir uns als Teil einer menschlichen Geschichte, in der Menschen nicht anders können, als sich selbst rücksichtslos gegen andere zu behaupten? Oder nutzen wir innerhalb dieser menschlichen Geschichte die uns von Gott geschenkte Chance, im Segen Gottes zu leben?

„Kirche und Politik“ – ein heikles Thema für einen Gemeindebrief! Ich erinnere mich an deutschnationale Töne in Predigten des Pastors meiner westfälischen Heimatgemeinde, die ich als Konfirmand unpassend fand. Selber hielt ich es in den Achtziger Jahren als Pfarrer einer Gemeinde in der Wetterau für wichtig, dass sich die Kirche mit umstrittenen Fragen der Friedens-, Umwelt- und Sozialpolitik auseinandersetzt…

Zwei Mädchen und zwei Jungen waren die ersten Redner, als die Islamische Gemeinde Gießen öffentlich um Unterstützung für ihre Suche nach neuen Räumlichkeiten bat. Sie wünschten sich eine neue Moschee mit genügend Platz für Kinder und Jugendliche. Besonders horchte ich auf, als ein Vorstandsmitglied sagte: Gerade die Jugend nutze die Gemeinderäume als „Ladestation“, um Kraft für den Alltag zu tanken.…

…Wie im Tempel Israels sogar der Vogel ein Haus finden konnte, finden in der Paulusgemeinde die unterschiedlichsten Menschen einen Ort, an dem sie sich mit ihrem eigenen Glauben, ihrer eigenen Spiritualität, ihrer Verschiedenheit zu Hause fühlen.

…Ist es Ausdruck eines gegengöttlichen Zeitgeistes, wenn in der Paulusgemeinde interreligiös gebetet und in der Thomasgemeinde eine gleichgeschlechtliche Lebenspartnerschaft gesegnet wird? Stärker als jeder Zeitgeist ist Gottes Liebe, heißt es im biblischen Epheserbrief.

Was sagt die Bibel über gute Nachbarschaft? Zum Beispiel bei jüdischen Festen spielt sie eine Rolle. Ist eine Hausgemeinschaft zu klein, um ein Passalamm aufzuessen, wird der Nachbar eingeladen. Wird ein Kind geboren, dann feiern die Nachbarn gemeinsam mit den Verwandten die Namensgebung.…

„Gott macht keine Unterschiede, Gott hat uns alle lieb“, so sangen christliche und muslimische Kinder und Erwachsene begeistert bei einer interreligiösen Feier im Paulus-Gemeindesaal. Zwei Mal im Jahr feiern und beten wir gemeinsam über Grenzen der Religionen hinweg, denn auch im Alltag in Kindergarten und Familienzentrum leben wir als Christen, Muslime, Buddhisten ganz selbstverständlich zusammen.…

…Während das Gleichnis Jesu vom Weltgericht bei Konfirmanden auf Unverständnis stieß, konnte das Gleichnis vom Barmherzigen Samariter in einer Interreligiösen Feier von Christen und Muslimen gleichermaßen als Aufruf zur Menschenliebe begriffen werden.