…Gedankensplitter zum Irak-Krieg und zum Verhalten der Konfirmanden im Gottesdienst, angeregt durch ein Wort von Dietrich Bonhoeffer und eine Rede von Helmut Schmidt.

Texte und Themen rund um das meist gelesene Buch der Welt
Texte und Themen rund um das meist gelesene Buch der Welt

…Gedankensplitter zum Irak-Krieg und zum Verhalten der Konfirmanden im Gottesdienst, angeregt durch ein Wort von Dietrich Bonhoeffer und eine Rede von Helmut Schmidt.

… steht der Mann am Abgrund, ohne Ausweg, keine Zukunft vor Augen. „Zu guter Letzt?“ Das kann nur böse enden. Der Absturz ist vorprogrammiert. Oder?
Ich denke an Menschen, mit denen man noch eben gesprochen hat, beim Krankenbesuch oder in der Schule – und dann hört man: Sie ist unerwartet verstorben. Er hat sich umgebracht.…

Nach ergebnislosen Verhandlungen hält der biblische Feldherr Jeftah einen Krieg für unvermeidbar. Den Ausgang des Waffengangs überlässt er zunächst Gott (Richter 11, 27): „Der HERR, der da Richter ist, richte heute zwischen Israel und den Ammonitern.“ Doch dann will er mehr: den garantierten Sieg. Er schließt mit Gott einen Handel ab…

… fand Maria doch einen Platz für ihre Niederkunft, nicht in der Herberge, sondern im Stall von Bethlehem. Dass es dazu kommen musste, woran lag es? Woran liegt es immer wieder, dass Menschen wegen ihrer Armut oder auf der Flucht nur notdürftig untergebracht sind, dass Menschen obdachlos werden oder sich in dieser Welt verfolgt oder heimatlos …

…Zum Auftakt einer Pfarrkonferenz halte ich eine Andacht zur Verwendung des Wortes „Bruder“ in der Bibel und in der Kirche. Anlass ist der Rückblick auf eine gute Teamarbeit mit meinem Amtsbruder Frank-Tilo Becher, der aus dem Gemeindepfarramt ins Amt des Dekans gewechselt hat.

Lieber Herr Pfarrer Schächtele,
jahrzehntelang hätte ich Ihrem folgenden Satz unbesehen zugestimmt: „Nicht das heute vielgepriesene – und global umgesetzte – unternehmerische Denken garantiert die Rettung, sondern das Vertrauen in die Chancen und Gaben des neuen Tages.“ Sie haben natürlich Recht damit, dass unternehmerisches Denken keine Rettungsgarantie der Welt ist.…

…Wie kann ein Philosoph, der sich auch als evangelischer Christ versteht, die Vielgötterei loben? Odo Marquard wendet sich gegen einen fanatisch verstandenen Glauben an EINEN Gott. Und erst recht dann, wenn sich dann auch noch der Mensch an die Stelle dieses Gottes setzt.

Seit Aschermittwoch ist Fastenzeit, für katholische Christen nach den „tollen Tagen“ eine Zeit des Verzichts. In evangelischer Tradition heißt sie Passionszeit und soll der Besinnung auf das Leiden Jesu dienen. Wird man diesen Wochen bis Ostern gerecht, wenn man „seinen Kopf hängen lässt wie Schilf und in Sack und Asche sich bettet?“ (Jesaja 58, 5)…

Aufgewühlt wie Millionen andere bin ich durch die Terroranschläge in den USA. „Gott, wie kannst du das zulassen?“ ist mein erstes Gebet.
Machtlos dem Terror ausgeliefert zu sein, gewaltsamem Tod durch fanatischem Hass – wie damit umgehen?…

… kam ich im Bus mit der Mutter eines Kindergarten-Kindes ins Gespräch. Es ging um religiöse Kinderfragen. Seitdem geht mir eine dieser Fragen nach: „Was haben Engel an?“ Am nächsten Tag im Kindergarten stelle ich sie den Kindern. Ein Junge sagt: „Flügel!“ Ein anderer: „Weiß nicht. An den Füßen haben sie nichts an.“…