Aufgewühlt wie Millionen andere bin ich durch die Terroranschläge in den USA. „Gott, wie kannst du das zulassen?“ ist mein erstes Gebet.
Machtlos dem Terror ausgeliefert zu sein, gewaltsamem Tod durch fanatischem Hass – wie damit umgehen?…
Texte und Themen rund um das meist gelesene Buch der Welt
Texte und Themen rund um das meist gelesene Buch der Welt

Aufgewühlt wie Millionen andere bin ich durch die Terroranschläge in den USA. „Gott, wie kannst du das zulassen?“ ist mein erstes Gebet.
Machtlos dem Terror ausgeliefert zu sein, gewaltsamem Tod durch fanatischem Hass – wie damit umgehen?…

Heute erzähle ich euch die Geschichte von einem gelähmten Mann (nach Markus 2, 1-12).
Er kann sich nicht selber bewegen.
Er kann nicht alleine laufen.
Kennt ihr Menschen, die gelähmt sind?
Manchmal bricht sich jemand ein Bein.…

… kam ich im Bus mit der Mutter eines Kindergarten-Kindes ins Gespräch. Es ging um religiöse Kinderfragen. Seitdem geht mir eine dieser Fragen nach: „Was haben Engel an?“ Am nächsten Tag im Kindergarten stelle ich sie den Kindern. Ein Junge sagt: „Flügel!“ Ein anderer: „Weiß nicht. An den Füßen haben sie nichts an.“…

…Vielleicht ist die Frau vorher schon Jesus begegnet. Und hat Jesus völlig anders als andere Männer erlebt. Andere nutzen sie aus – und verachten sie zugleich. Jesus sieht sie mit anderen Augen an. Er sieht sie nicht als Sünderin, die sie ist und bleibt – und die man darum behandeln darf, wie man will. Er sieht, in ihr steckt mehr.

…Jesus ist der Messias für Juden, Samariter und alle Menschen. So sieht es aus, wenn der Messias kommt. Er kommt nicht rechthaberisch, sondern als Seelsorger. Er kommt nicht herrisch, sondern als Gesprächspartner. Er kommt nicht, um eine neue Form der Religiosität verbindlich vorzuschreiben. Nein, Gott will allen Menschen in allen Religionen nahe sein.

…Jakob muss seine Angst und seinen Stolz überwinden, um Gott direkt gegenüberzutreten und einzugestehen: Ich brauche deinen Segen und nur du kannst ihn mir geben, freiwillig, weil du mich liebst. Jakob überwindet mutig seine Angst und seinen Stolz, er kämpft endlich offen, lässt nicht locker. Und da wird er beim Namen gerufen, er bekommt sogar einen neuen Namen: Israel, Gottesstreiter!

…Der Psalm 139 kennt die Brüche in unserem Seelenleben – den Zwiespalt zwischen dem Vertrauen zu Gott und dem Hass auf böse Menschen. Gott weiß: Menschen ohne Liebe können zu blutgierigen Ungeheuern werden. Erst recht versteht Gott die Gefühle der Menschen, die solcher Blutgier machtlos ausgeliefert sind. Wir dürfen uns von Gott die Rache wünschen. Ausführen dürfen wir sie nicht.

…Mit einem Blick erkennt Jesus das Lebensthema des Zachäus: der kleine Mann, der sich groß machen muss, um zu überleben, im Geschäftsleben, in der Besatzungszeit und jetzt auch hier. Steig ab von deinem hohen Ross, ruft Jesus ihm zu, du musst dich nicht so groß machen, so klein bist du gar nicht!

…Das Merkwürdige ist, dass es Gott ist, der sein Gesicht zu mir aufrichtet. Ich sehe vor mir einen Freund, der zunächst den Blick gesenkt hat und mich nun ansieht, der mir etwas zutraut, zu mir Vertrauen hat, und nun hofft, dass ich den Blick nicht abwende und auch Vertrauen zu ihm fasse. Ich sehe Gott auf gleicher Ebene zu mir.

…Gott will das Volk mit einer Schocktherapie heilen. Ihr wollt Fleisch haben? Ihr seid unzufrieden mit dem ewigen Manna? OK, ihr kriegt euren Willen. So viel Fleisch kriegt ihr, bis ihr euch davor ekelt! Das Gefühl, satt und zufrieden zu sein, kann nicht durch immer mehr Befriedigungen gestillt werden, wenn man nie gelernt hat, dass es ein „Genug“ gibt.