„Damit die Schrift erfüllt würde“

Was kann das Kreuz Jesu Christi uns sagen? Johannes beschönigt nichts, aber er malt auch nicht die Schmerzen Jesu aus. Er will weder, dass wir empört andere als die Schuldigen erkennen, noch dass wir der Faszination des Grauens erliegen wie Mel Gibson. Er will, dass wir uns wiedererkennen in den handelnden Personen. Und an jedem Kreuz dieser Welt ist Gott.

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„Sein Blut komme über uns und unsere Kinder“

Das hat einen Doppelsinn: Blut kann über uns kommen im Sinne der blutigen Folgen blutiger Taten. Das geschieht nach Matthäus den Juden, als Jerusalem zerstört wird. Blut kann aber auch über uns kommen im Sinne des Versöhnungs­blutes der Opfertiere. So hat das Blut Jesu, das von Hohepriestern und Pilatus und im über­tragenen Sinne von uns allen vergossen wurde, versöhnende Wirkung.

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Der König am Kreuz

Der Machtpolitiker Pilatus und der Messias Jesus. Engstirnige Religionsvertreter, deren Herzen immun gegen Vernunfterwägungen und Mitleidsregungen sind, erfüllen selbst den abgebrühten Machtpolitiker Pontius Pilatus mit Furcht. Der Pilatus des Johannesevangeliums steht zwischen zwei Ängsten – dem unheimlichen Grauen vor dem Fanatismus der gewaltbereiten Religion – und der beunruhigenden Infragestellung seiner weltlichen Macht durch die Vollmacht, die Jesus ausstrahlt.

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