Am Ostermorgen: Verstummen oder Jubeln?

Bild: Helmut Schütz

Vielleicht wollte Markus nicht vorschnell jubeln. In unserer Welt wird der Sohn Gottes bis heute getötet in jedem Menschen, der verhungert, und Jesus leidet mit in jedem Kind, das gequält wird. Wenn dieser Gequälte, Gekreuzigte, Begrabene auferstanden ist und vor uns hergeht nach Galiläa, also dorthin, wo unser Alltag stattfindet, dann erwartet er dort unseren Aufstand gegen alle Todesmächte.

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„Damit die Schrift erfüllt würde“

Bild: Helmut Schütz

Johannes beschönigt nichts, aber er malt auch nicht die Schmerzen Jesu aus. Er will weder, dass wir empört andere als die Schuldigen erkennen, noch dass wir der Faszination des Grauens erliegen wie Mel Gibson. Er will, dass wir uns wiedererkennen in den handelnden Personen. Und an jedem Kreuz dieser Welt ist Gott.

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Der leidende Gottesknecht

Wir müssen nicht Unerklärliches erklären, müssen nicht Schuld suchen, wo keine ist. Es genügt, für die eigene tatsächliche Verantwortung geradezustehen. Und es ist ein Trost zu wissen, wo Gott ist, wenn sinnloses Leid geschieht: Er ist mitten drin in dem Leid. Er ist nicht auf der Seite der Täter.

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„Lasst euch versöhnen mit Gott!“

Es ist paradox: Gott macht Jesus zur Sünde. Er überwindet unsere Sünde von innen. Er weiß, was wir brauchen: Liebe, Vergebung. Er traut uns zu: Ihr könnt neu anfangen! Was macht das mit uns? Paulus sagt: So wie Jesus die Sünde wird, so werden wir die Gerechtigkeit. Er tut so, als könnten wir auf einmal gerecht und gut leben.

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